"Breit`es aus mit deinen Strahlen,
senk es tief in jede Brust:
Eines ist nur Glück hienieden,
Eins: des Innern stiller Frieden"
(Franz Grillparzer - Der Traum, ein Leben; 1834, #Biedermeier)
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#fighting after finish, #hall of fame
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Ich sitze in der S-Bahn. Es ist noch früh, meine Augen sagen viel zu früh, drum entscheide ich mich in den verbleibenden Minuten der meinen Traumwelt hinzugeben. In einem Moment wache ich erschrocken auf, da mich die Bilder der Vergangenheit einholten. Es war finstere Nacht, zwischen 4°° und 4³°Uhr; der Weg vom Bett führt mich ins Bad, als ich dort wenig später bewusstlos zusammenbreche. Minuten der gefühlten Ewigkeit vergehen, da ich wieder aufwache und eine Platzwunde am Auge sehe. Einmal mehr war der Schutzengel bei mir, so scheint es. Ein Gefühl der Angst vermag ich jedoch nicht zu verschweigen. Es vergehen ein paar Stunden, während ich mich nochmals schlafen legte, ehe ich gegen 8°°Uhr aufstehe, mein Ziel:
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#Hände abklatschen - I like!, #Motivator
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Englischklausur "Writing about business". Die Wunde hatte ich mit einem Pflaster versorgt; es war beinahe wie an jedem Morgen zu der Zeit - so ging ich also auch ohne Frühstück zur Klausur. "Das sieht gar nicht gut aus!", sagte die Lehrbeauftragte, eine wirklich sehr nette Frau. "Sicher, dass Sie die Klausur mitschreiben können? - ein Arzt wäre vielleicht ratsamer".
Während der Klausur hatte meine Parallelwelt Pause, sie war nicht existent, nicht eine Sekunde des Gedankens würde ihr in diesen 90Min zuteilwerden. Das Ergebnis, eine 3,0, das ist
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#After 6hours of German r(f)ail-connection-.-
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sicher, wäre auch unter anderen Umständen nicht besser ausgefallen, zu leichtsinnig mein Umgang mit der englischen Ortografie und Grammatik und doch bleibt es für mich erschreckend, wie stark die Macht, mithin der Einfluss der Gedanken, die im eigenen 'Ich' ihre Ursprungsquelle wissen, auf das menschliche Verhalten wirken. Ich möchte mir nicht vorstellen, dass unser Leben nichts als ein Kindertheater ist, wo wir wie Marionetten von kleinen, teuflischen Wesen über uns durch unser Leben gelenkt werden und sie uns stets mit schelmischem Grinsen unserer Schwächen bloßstellen. Ein sehr kluger Mensch sagte mal zu mir, geteiltes Glück sei Doppeltes und lieferte mir dankenswertwerter Weise gleich die praktische Begründung mit; wenn dem also so ist, hält dann nicht auch geteilte Verteidigung - z.B.: jene Befreiuung vom Marionetten-Untertan - doppelt? Sollten wir uns nicht demnach auch einen Verbündeten suchen, der uns beide und damit den Einzelnen besonders schützt?
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Czekolada i ja, stanowią jedność.
Rewe-Fortsetzung: Was wurde aus den fehlenden
12 Tafeln? Nachdem mein erster Joker nicht stach, bin ich am darauffolgenden Tag nach der Arbeit zwei Haltestellen vorher ausgestiegen, um dort im
Rewe meine Noisette aufzusuchen - vergebens, gab nur die vier ungenießbar-langweiligen Standards (Zartbitter, Alpenmilch, Nuss und Nuss Nougat-.-). Aber ich hatte als
Plan B noch einen
Rewe City auf der naheliegenden Karte im Hinterkopf mit eingekreist, der zeitliche Puffer war auch noch gegeben, also auf! Und sieh' da, ein sehr gut sortierter Markt, extrem nobel und modern, und viel wichtiger: hatte zu meinem erfreulichen Erstaunen auch
Noisette mit im Sortiment gelistet, sogar gleich 3x2kg Boxen, also nahm ich eine
2kg-Box und eine Tafel dazu, damit's rechnerisch aufgehen würde. An der Kasse das gleiche Spiel als tagszuvor; "
ich verkaufe maximal 10 Tafeln!", also entgegne ich: "dann machen wir
12 und alle sind glücklich..". "
Nein, du kriegst 9." und ihre Augen untermauern den Ausdruck in ihren Worten so, dass du weißt, dass letzte Wort gehört ihr!
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#Petticoat ღ, #Audrey Hepburn
#Miranda Kerr, #bukolisch ©gmx |
Da waren es also immerhin schon 21 Tafeln in toto. Zuhause angekommen, musste ich später noch Wasser holen, also bin ich zum Rewe von Montag und denk' mir, hey, versuchen kannst du's ja, und mache noch den Schwenk zum Schoki-Regal, wo ich drei der letzten fünf Tafeln Noisette mitnehme; an der Kasse glaube ich sogar meine 'Tante Kassiererin' zuseh'n und gehe bewusst zu ihr - "Na, gönnen sie mir noch drei?", frage ich, und die junge Dame antwortet: "ich versteh kein Wort", woraufhin ich schwieg und später für's Tagebuch-Protokoll resümierte: 24 Tafeln - ✓