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Sonntag, 17. August 2014

Berlin, where dreams are made of ♥

"We are thrilled to confirm you as our guest in Berlin to participate in the BMW BERLIN MARATHON"  
Big thanks to the wonderful sponsorship of TCS. Und damit noch nicht der guten Dinge Ende; 48,0 kg (BMI: 16,04) Das war ein kurzer Moment endloser Glückseligkeit; dazu dieses we noch 50km mit den Vorboten des Herbstes, vielfältige Wettermelancholie traf naturelle Regeneration des Lebens, gelaufen - läuft! Bei nur noch sechs verbleibenden Wochen bis zum Berlin Marathon wird das Gewicht nur noch eine Richtung für diesen Zeitraum kennen: aufwärts - ja, nützt nichts, wenn die Minimalchance auf den großen Traum vom Unterschreiten der 3:00h weiterleben soll, dann muss das so sein.
#Damit sind die fünf Laufschuhpaare,
mit denen es in Herbst und Winter 2014,
vor allem in die Marathonvorbereitungszeit,
geht, komplettiert. Wettkampfschuh:
Brooks Pure Cadance schwarz/neongrün
Noch zwei kleine Geschichten. Mir fiel auf, dass in den letzten Wochen Land auf und ab alle (gehobenen) Kaffeeblätter, nicht zuletzt das Handelsblatt, von der "Biedermaier Generation" schreiben. Soso? Wenn wir von dem Biedermaier in seiner Ursprungsherkunft sprechen, dem "seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen", dann erscheint mir der Titel zunächst begrüßenswert. Und wenn wir es mit dem "Kennzeichen für diese Epoche ist die äußere Sicherheit und die innere Unterdrückung aller aufkeimenden Ideen des Liberalismus (...)" zusammenführen, dann ist es - exklusive der Idee des Liberalismus per se - sogar sehr vernüftig. 
#Psychologie heute, 09/2014
An der Stelle des Charakters dieser meinen Generation setzt auch die zweite Geschichte an, die auf einer Forschungsarbeit aus dem Jahr 1970 basiert, als Walter Mischel, Professor für Psychologie, an der Stanford Universität, seine von mir sog. Pralinen-Akkumulation begründete, indem er Kinder in einem Raum mit einer Nougatpraline (Anm.: im Original-Experiment waren es Marshmallows) für 20Min alleine ließ; würden sie die Praline nicht anrühren, so würden sie danach eine zweite bekommen. Ergebnnis der Studie: diejenigen Kinder, die in den 20Min nicht zugriffen, waren später erfolgreicher, als sie zumindest ausgeprägtere leistungsorientierte Eigenschaften aufwiesen. Erkenntnis also: Disziplin und Geduld zahlen sich aus! 
#Psychologie heute, 09/2014
#Big Thanks to
my company :)
Jene Disziplin, die auch MS-bezogene Menschen kennzeichnet, die aber auch eine Art Mensch beschreibt, der zur Zeit von einem Italiener in Frankfurt bis auf's letzte Armband bestraft wird, als der Leitzins dabei ist, die 0%-Marke zu küssen. Menschen also, die heute bewusst verzichten wollen, um morgen die Früchte dieser Enthalsamkeit zu ernten- eine Einstellung, die immer ein neues Ziel in der Zukunft schafft und den Zeitpunkt der Ernte immer weiter in die Zukunft schiebt, aber genau damit Spielräume für nachfolgende Generationen schafft (positiver externer Effekt). Beispiele: ich esse nicht vor 22Uhr, weil ich so die Vorfreude den ganzen Tag mit mir trage oder ich möchte erst im Dezember meinen Jahresurlaub nehmen, so bleibt die Vorfreude das ganze Jahr über bei mir - und zwar ohne dabei Sehnsucht gegenüber der  jüngsten Vergangenheit aufzubauen... in dem Sinne: bleibt diszipliniert! 
Zitat der Woche: "Wenn das Haus in Gedanken brennt" (#Psychologie heute, 09/2014)

Freitag, 4. Juli 2014

czarny czerwone złoto

"Wenn Du auf der Straße läufst,
laufe jeden Tag einen Briefkasten
oder ein Haus weiter. Es hilft einem
auch dabei, die Ausdauer aufzubauen".
(Jana Sussmann in Running Magazin 04/2014)

Eva Krusat schreibt in ihrem Beitrag über das Snooker-Genie Ronnie O’Sullivan, dieser habe in der Selbstreflexion gefolgert, dass er nach „Alkohol, Drogen und Antidepressiva“ eine gesündere Sucht gesucht hat, die seine Neigung, „alles bis zum Äußersten zu treiben“ befriedigen konnte. So kam er zum Laufen. Es ist wichtig, "mit der immer noch verbreiteten Ansicht aufzuräumen, Sucht sei ein Zeichen von Willensschwäche". In „Addiction: A Disorder of Choice“ schreibt der US-Psychologe Gene Heyman (Harvard Medical School), dass es möglich sei, eine Suchterkrankung in den Griff zu bekommen, indem man die Kranken motiviert, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Der Sport, bei dem die Selbstkontrolle und der unmittelbar messbare Erfolg engmiteinander verknüpft sind, ist ideal dafür. "Es vermittelt dir ein Gefühl von Stärke, weil du unmittelbar erfährst, dass du doch in der Lage bist, dich zu belasten, dir etwas zuzumuten und dadurch stärker zu werden.“ „Viele Leute denken, wenn man von der Substanzsucht zum ambitionierten Laufen kommt, würde eine Suchtverlagerung stattfinden, also die eine Sucht durch eine andere ersetzt werden, das ist so aber nicht richtig. Man wird nicht einfach so laufabhängig". 
 
"Falls tagsüber keine Zeit zum Training blieb, lief er nachts. Kompromisse gab es nicht". Dazu weiter aus dem Tagebuch eines ehem. Suchtkranken: „Den Ehrgeiz, den ich vorher in der Selbstzerstörung an den Tag gelegt habe, habe ich jetzt ins Laufen investiert. Ich wusste plötzlich, dass ich noch viel mehr schaffen kann! Es ist wichtig, dass du merkst, dass du etwas kannst!“. Klingt wie ein Treppenwitz, aber unter Sucht-Medizinern ist mithin unstrittig, "dass das Gefühl, selber etwas bewirken zu können, also direkte Kontrolle (Selbstdisziplin) über das eigene Handeln zu haben, ein wichtiger Schritt bei der Therapie ist". Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich glauben, diese Zusammenstellung über den Weg von der (Mager-)Sucht zum Laufen, sei die meine. Passend dazu hab'sch mir'n paar neue Laufschuhe gegönnt, allerdings eine Nummer zu groß; in meiner Größe, 42, sind sie mir 150€ zu teuer, also die Einlagen-Lösung..

Donnerstag, 5. Juni 2014

„Who does not meet, does not mate“

"Es ist besser ein unzufriedener Mensch als ein zufriedenes Schwein zu sein; lieber ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Dummkopf sein."  
(John Stuart Mill)

Zunächst gibt es zwei unterschiedliche Ansätze der Paartheorie, mithin der Partnerfindung. Zum einen die immer häufigere Homogamie, d.h. (annährend) gleiche Persönlichkeiten (Mann und Frau), also zwei schöne oder auch zwei hässliche und/oder zwei große bzw. kleine und elementarer noch: zwei (un-)gebildete oder mit kongruenten Werten, binden sich einander. Demgegenüber steht die sog. Heterogamie, also wenn z.B. arm und reich, dick und dünn oder klug/kultiviert und doof/ungebildet sich finden. (Überspitzung verdeutlicht). 

#Männer-Präferenz stimmt ausdrücklich!
#Frauen-Präferenz bezgl. soso? Na denn..
Wozu führt das jetzt modelltechnisch? Nun es gibt vier mögliche Konstellationen, jeweils
gegeben eine (un-)gleiche Verteilung von Männlein und Weiblein.
Ergebnis: die stetige Homogamiesierung unserer Gesellschaft ("gleiche" Paare) führt
zur Vereinsamung, denn dadurch, dass wir uns klare Kriterien setzen ("Matching-Algorithmus": soll so wohlhabend sein wie ich, soll so dünn sein wie ich, soll so unordentlich sein wie ich oder soll so faul sein wie ich) Grenzen wir potentielle Kandidaten(innen) des anderen Geschlechts kategorisch aus, was bei dem gegebenem Zustand einer Ungleichverteilung (mehr Männer als Frauen) im theoretischen Modell (und empirisch!) [s. Grafik b2] zu (un-)glücklichen Singles auf Lebensdauer führt. Das heißt, um uns aus diesem Zustand zu befreien, müssten also diejenigen Frauen/Männer, dessen Bedürfnisse am Markt nicht mehr befriedigt werden konnten, für deren Nachfrage also kein (physisches) Angebot mehr bereitstand, ihre Kriterien (sukzessive) auflockern, d.h. wenn die kluge Frau vorher sagte: doofen Mann möchte ich nicht! - oder der dicke Mann sagte: dünne Frau will ich nicht.. - nun mehr sagten: 'Mein Gott, bisschen doof ist schon okay' bzw. 'och, an paar Knochen hab ich noch nichts auszusetzen', dann könnten wir uns im Modell auf a2 ("(Paar-)Maximierung") einpendeln. 

#Doppelter Doppelpack
Klar ist, durch die individuelle Homogamie steigt gleichzeitig die gesellschaftliche Ungleichheit, mithin bilden sich sog. Cluster, von denen wir dann über die Medien als "soziale Brennpunkte" oder 'elitäre Nester' Notiz nehmen. Leuchtet ein, wenn ich zum Tennis gehe werde ich dort wahrscheinlich nicht das Couch Potato finden oder wenn ich zum Wochenmarkt gehe, wird das schwierig den Fast-Food-Junkie anzutreffen. Kriterien-Korrelationen -Kausalitäten mithin also als Verstärker des Homogamiesierungs-Effekt.
Zusätzlich zu meinen Implikationen aus dem Vorlesungsskript von Prof. Dr. Josef Brüderl, erinnere ich mich, kürzlich einen Dialog mit Richard David Precht gesehen zu haben, der dort, wie ich finde, treffend weil plausibel einen weiteren Paradigmenwechsel erklärt. "Heute haben Frauen die gleichen Wahlmöglichkeiten wie die Männer, schon allein dadurch muss sich die Scheidungsrate erhöhen und je mehr wir die Chance haben, uns auszusuchen, mit wem wir zusammen sein wollen, umso höher ist auch das Risiko, dass eine Beziehung nicht klappt - wir haben ja immer noch die Chance jmd. anderes zu bekommen." (über "keine Identität ohne Liebe") Und damit führen sich beide Ansätze zusammen, als er damit die Inhärenz von Unabhängigkeit für die Moderne Frau in der Homogamie impliziert.

Freitag, 30. Mai 2014

Take heart from self-confidence ღ

"Öffentliche Meinungen über Themen, die dem Verstand schwer zugänglich sind, sind oft richtig, aber selten oder nie die ganze Wahrheit." 
(John Stuart Mill)

"Weißt du wieviel O*O ist? Soviel kümmerts
mich, was die leute über mich reden!"
(Elin)
Würde man Elin, dem 15 jährigen, russisch-schwedisch stammigen Mädchen, mit ihren langen, blonden Haaren und dem dezent-auffälligen Halskettchen, das ihren Namen trägt, und die in der kleinen Provinzstadt Âmal, im Südwesten Schwedens, lebt, einen Satz zugestehen, den sie schon immer mal an die deutsche Kanzlerin, die just erneut von Forbes zur mächtigsten Frau der Welt gekürt wurde, richten wollte, sie würde ihr folgendes sagen: „Du hast den Horizont einer knieenden Ameise.(Raus aus Âmal, 1998)

Deutschland, 2025. Ein Ausblick. Würde Elin, die inzwischen ihren Wohnsitz nach Deutschland verlagert hat - der Klimawandel hat Schweden ins Visier genommen, ihr wurde es zu warm im hohen Norden, ganz laut schreien: 'Hurra, hurra, ich darf von meinem Geld gut 25% behalten und muss nur fast 75% an den Staat und die Sozialkasse abgeben, damit von meinem Geld vor zehn Jahren Frühverrentung finanziert, und damit von meinem Geld, mit deutschem Kindergeld ganz viele Kinder in ganz Europa gezeugt werden konnten, und damit von meinem Geld Schwarzarbeit und Arbeitslosigkeit dank des Mindestlohns blühen durften, und damit von meinem Geld auch die Mutter des Arztes, der nicht in die Rentenkasse einzahlt, einen zusätzlichen Rentenzuschuss auch für das vor 1992 geborene Kind bekommt!' - Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sehr sie sich bei Frau Merkel, Herrn Schäuble und Frau Nahles dafür bedanken würde - vll mit einem Korb voll Eiern, damit auch sicher für jeden genug dabei sind?

Leben heißt lieben, alles
andere ist eine Illusion!
Kürzlich stellte ich mir vor, wie vor wenigen Tagen ein junger Mensch zu einer Europawahl gehen kann und guten Gewissens, ganz im Erbe seiner Eltern auch weiter seine Stimme an die Schwarzen oder meinetwegen auch die Roten, inzwischen alles dasselbe, abgeben kann - bei dieser Vorstellung wurde mir wirklich schlecht, nein, ich will ehrlich sein: in so einer antialtruistischen Gesellschaft zu leben, das widert mich an. Dass wir einstweilen in einer Gerontokratie leben, schlimm genug, aber die alleine gibt dieser ökonomisch haarsträubenden Politik nicht derart viele Stimmen - aber irgendwann, und eher gestern als heute, wird der Tag kommen, da sich die junge Generation mit Elin solidarisiert und gegen diese Politik aufbegehrt - das erwarte ich auch von Menschen, die nicht über den heutigen Zeithorizont hinaus denken können oder wollen!

Gesetzt dem unwahrscheinlichen Fall, dass jemand hier an einer ausführlichen Begründung und wirtschaftspolitischen Analyse, mithin Ursachenforschung zu der derzeitigen und jüngst zurückliegenden deutsch-europäischen Politik, d.h. antidemokratisch, antisubsidiar, meinungsdiktatorisch und unfassbar unökonomisch, interessiert ist, so werde ich diese liefern. Damit aber noch kurz zu den wirklich wichtigen Themen. Gestern sah ich mich
biegać w maratonie..
serdeczne pozdrowienia!
gezwungen, sozus. als lender of last resort - um im fachsprachlichen, weil wirtschaftswissenschaftlichen Bild zu bleiben - meiner Zunge je eine rohe Ingwer- und Knoblauchzehe zu schenken - kennt jmd. dieses Gefühl? Nein? Alles richtig gemacht. Ungünstigerweise stand mein Zug am Mittwoch, da sich die Wege von mir und meinen Arbeitskollegen trennten, als diese weiter ICE comfort fuhren, während ich, um Geld zu sparen, in den IC wechselte - Uncomfort inkl. und sogar gratis dabei - 30Min zwecks Entladung im Bahnhof; jaja, mag man denken, warum steigt der in' Güterzug um, aber nein, der Personenzug war überfüllt, und zwar so, dass ich drei Wagen ansteuern musste,
Roh & rasierscharf
Papa's Liebster!-.-
ehe sich die erste Gelegenheit auftat, den Zug überhaupt noch betreten zu können - Fernverkehr zu Himmelfahrt, welch' Pointe. Ergebnis: frische Erkältung mitgenommen, auch gratis, versteht sich, darin hat die db ja ihre Kernkompetenz. Also was tun sprach Zeus, am Sonntag 200€, für 42km Qual gebucht, Krankheit exkl., wie also fit werden? Das einzige, was mich da noch geistig und günstig anlächelte, waren die beiden Zehen und mir kamen sogleich die Tränen - aber ob es reicht? ..