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Montag, 21. Dezember 2015

Vera F. Birkenbihl. Ein Nekrolog.

"Ihr kennt denn Unterschied zwischen einem evangelischen 
und einem katholischen Pfarrer? 
Die Windeln des evangelischen hängen im eigenen Garten, 
die des katholischen im ganzen Dorf."
(Vera F. Birkenbihl) 
Den Vortrag "Männer vs. Frauen: 2 Mehr als der sogenannte Unterschied" beginnt Birkenbihl mit einem kleinen Quizspiel, in dem Frauen und Männern je 5 Fragen gestellt worden sind.

I.     Ist es okay beim Kartenspielen auch mal zu mogeln?
II.   Ist es okay zu lügen, um des eigenen Vorteils Willen?
III. Ist es okay zu betrügen, um des eigenen Vorteils Willen?
IV.  Ist es okay bis zur Körperverletzung zu gehen, um des eigenen Vorteils Willen?
V.    Ist es okay bis zu Mord und Totschlag zu gehen, um des eigenen Vorteils Willen?

Studienergebnis: Die Frauen haben in der großen Mehrzahl geantwortet, es sei okay, beim Kartenspielen zu mogeln! Die Männer waren darüber entsetzt, weil es gegen die Spielregeln verstoße. Bei allen anderen vier Fragen, fanden die Frauen es jedoch nich okay. Männer hingegen fanden zu 74% okay, zu lügen, zu 50% okay, zu betrügen, zu 25% sei Körperverletzung okay, und zu 15% sogar Mord und Totschlag okay, aber beim Kartenspielen mogeln, das darf man nicht!

Mein persönliches Highlight war die "Butter im Eisschrank". Der Mann soll die Butter aus dem Eisschrank holen. Er öffnet die Tür, sieht Eisschrank, jetzt müsste er, um den Eisschrank zu untersuchen, mit seiner Tunnelvision in vier Bahnen scannen, dann sagt sie: "Mach die Eisschranktür zu, lass sie nicht so lange auf!" Also wirft er einen kurzen Blick mit Tunnelvision irgendwo in die Mitte rein und sagt: "Keine Butter im Eisschrank!" Dann geht sie hin, macht die Tür auf und sagt: Du Depp, da liegt sie ja! Aber wenn's Nachts um 3 irgendwo im Haus, dann muss er gehen und kucken, nicht die Emanze, die geht dann nicht!"

Birkenbihl erklärt u.a. warum mehr Mädchen Abitur machen und mehr Mädchen ihr Studium beenden, warum Frauen die größeren Realisten, flexibler und situativer sind, und warum Männer regelgebunden sind. Und sie erklärt Anomie, sowie warum die Suizidquote zu 80% und die Verkehrsdeliktquote sogar zu 98,8% männlich sind. Ihre Vorträge könnten aktueller nicht sein, als sie auch ein Lehrstück sind, warum es Frauen und Männer nicht gleich, aber gleichermaßen in der Gesellschaft braucht, und warum damit die millionschwere Vermännlichung dieser Gesellschaft über die Merkel'sche Bürgerkriegsflüchtlingspolitik falsch und fatal ist! Teil II der Vortragsreihe folgt demächst.
"Mann sagt: nutzt es dem System, dann nutzt es mir! 
Frau sagt: nutzt es dem Menschen, dann nutzt es mir!"
 (Vera F. Birkenbihl)  ©Zdf Mediathek
"Männer sind freiheitslebender, 
was die offenen Partnerschaften angeht,
 Frauen sind freiheitslebender, 
was die offene Gesellschaft angeht."
(Vera F. Birkenbihl)  ©Genie Bouchard
"Wir müssen Männer und Frauen 50:50 
in Gruppen zusammenkriegen, 
dann ändert sich was, 
dann machen wir einen evolutionären Sprung".
(Vera F. Birkenbihl) ©Kate Moss
"Liebe Mütter, bei Mädchen können sie sagen: Pass auf, jeden Montagabend nach dem Abendessen gehört die Zeit dir! Und das Mädchen schreibt alles ins Tagebuch und dann kommt sie mit ihrer Agenda und arbeitet diese Punkt für Punkt ab. Mit Jungen können sie das nicht machen. Und mit Männern auch nicht!"
 (Vera F. Birkenbihl)  ©Keslertran
"Jede Verhaltensänderung braucht Zeit und Geduld." 
(Vera F. Birkenbihl)  ©Rocketbeans.tv

Freitag, 4. Dezember 2015

Die grüne Maske

"Arbeit ist meine Therapie gegen Pessimismus"
(Woody Allen)

Ich liebe es so sehr ♥♥ Mein absolutes Wochenhighlight, 
wenn Eddy montagsabends auf Rocketbeans.tv Pokémon spielt


"Es is ein Vergnügen Frauen schöner zu machen,
denn Frauen sind einfach wunderbar zu verpacken.
Frauen haben etwas Wunderbares,
wenn man sie pflegt, ist es umso schöner.
Viele Frauen haben etwas Außergewöhnliches, 
denn Mädels sind die Krönung der Schöpfung".
(Guido Maria Kretschmer in Tietjen talkt auf NDR2)


Liebe Grüne, ihr fordert in allen Lebensbereichen Frauenquoten und Gleichberechtigung für Frauen, Quoten im Vorstand, Quoten in der Wissenschaft, wieso, wenn das so ein politisches Ideal für euch ist, lasst ihr dann Beifall klatschend zu, dass unter den Bürgerkriegsflüchtlingen fast ausschließlich Männer Asylnehmer sind? Ehrlichkeit würde bedeuten, auch beim Asylrecht eine Frauenquote einzufordern. Ein dialektisches Pamphlet.

Dass in Deutschland auch dank euch der Strompreis doppelt so hoch wie in den USA und in Frankreich ist, und dass daher Milliardeninvestitionen nicht mehr hier, sondern anderswo getägt werden, und dass damit tausende Arbeitsplätze nicht hier, sondern dort entstehen, dass euer sonnenerzeugter Strom genau dann/dort erzeugt wird, wenn/wo kein Bedarf danach besteht, und dass trotz abgeschalteter Atomkraft in Deutschland kein Gramm CO² in der Welt eingespart wird, all das ist euer Prädikatssiegel? Gut für euch, aber schlecht für Deutschland?

Ihr wollt keinen Fortschritt, keine kapitalistischen Großkonzerne und keine Gentechnik, wollt aber Wohlstand, Arbeitsplätze und volle Teller, und dass ihr Merkel's Asyl- und Ökopolitik feiert, das ist nichts als pure Idologie und widersprüchliche Doppelzüngigkeit. Wer bezahlt denn euren teuren Ökostrom über die EEG-Umlage und die hochsubventionierten Photovoltaikanlagen auf euren Dächern? Wir alle. Und wer kann den Strom gebrauchen? Wir nicht. Ihr stellt euch vor unser Konzerngebäude und fordert die Frauenquote im Vorstand, dann dreht ihr euch um, zieht euch eine andere Maske auf, tauscht die Schilder aus und protestiert für Bürgerkriegsflüchtlinge. Dass unter den Flüchtlingen allerdings faktisch fast nur (junge) Männer sind, ist Schicksal oder Pech für die (jungen) Frauen, die nicht über See und fünf Länder fliehen können? Nein, eure Heuchelei ist ekelhaft, beschämend und unanständig.

In der wissenschaftlichen Stellenbörse heißt es, "bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt berücksichtigt, wir bitten daher ausdrücklich Frauen um eine Bewerbung". Grüner Schulterklopfer dafür. Doppelmoral und Kleingeistigkeit also, als der grüne Weg?  Glaubwürdigkeit und Konsequenz heißt, wenn beim Asyl von einer 50% Geschlechterquote abgesehen wird, wenn also Frauen gezielt benachteiligt werden sollen, wie es derzeit mit eurer Unterstützung geschieht, weil ein Grundrecht auf Asyl keine Geschlechtergrenze kennt, dann müsst ihr aber auch bei anderen Grundrechten, wie dem Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen, von eurer Frauenquote absehen. Aber für den Horizont der kniend-grünen Ameise wohl zu viel der Erwartungen. Liebe Grüße!


Merkelkratie vs. Maizièrismus. Übrigens, kleine Anekdote, in der Münchener Runde (hier) versuchten die Gäste der ehem. Grünen Chefin Claudia Roth zu erklären, dass ein Schutzanspruch für Asylsuchende nach §16a GG nicht gilt, wenn sie aus einem Staat der EG kommen, also z.B. über Österreich einreisen. Sie konnte oder wollte das nicht verstehen, obwohl es die eindeutige Rechtslage unserer Verfassung ist, und fing dann lieber an verbal zu pöbeln, wenn schon, dann passend zum 70. Geburtstag von Pippi Langstrumpf, mag sie wohl gedacht haben.

©Welt am Sonntag
Der deutsche Asyl-Weg: Frau Merkel kniet mit großen Geldscheinen vor dem "lupenreinen Demokraten" Erdogan nieder. Ja, das ist Sarkasmus pur.

"Ich habe zwei Möglichkeiten: 
Die eine ist zu leben, die andere zu sterben. 
Wenn ich auf see sterbe, ist es kein Problem - 
wenigstens werde ich nicht gefoltert". 
(Flüchtling aus Eritrea)

©Spiegel Online (Eigene Zusammenstellung)
Ein Massengrab mit 120 Frauen, die der IS in Syrien getötet hat, weil sie zu alt waren um noch am Markt verkauft werden zu können. Und hier wird darüber diskutiert, dass es nicht genügend Sprachkurse für die jungen, syrischen Männer gibt, das ist Zynismus pur.

Freitag, 27. November 2015

Berliner vs. Schwabe

"Alle großen Leute waren einmal Kinder, 
aber nur wenige erinnern sich daran."
(Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry)

Ein Ortsbesuch. Ob wir es Dialektik oder Empirie nennen, geschenkt, weil eines zeigt diese kleine Anekdote auf sicher, wie einfach und schön doch das Leben manchmal sein kann. Während eine Berliner Schulklasse es ganz bescheiden vorzieht, sich die seine Klassen"fahrt" nach New York vom Steuerzahler finanzieren zu lassen, zeigte eine Stuttgarter Grundschulklasse heute Nachmittag im Gerber Edeka, dass es auch vorbildlich und anders geht. An der Kasse boten je zwei Schüler/innen jedem Kunden an, deren Einkauf, inkl. Tüte, einzupacken, um damit für ihre Klassenfahrt nach Norderney zu sammeln. Sich sein Ziel, ein ambitioniertes, aber realistisches Ziel, selbst zu erarbeiten, davor kann ich mich nur verneigen. Das ist bodenständig, anständig und einfach eine tolle Aktion. Weil ich selbst in der Grundschule eine Klassenfahrt auf Norderney verbringen durfte, darf ich sagen, diese Fahrt haben die Schüler/innen sich redlich verdient, und das sei ihnen von Herzen gewünscht! Dass sich eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung bereits in dieser kleinen Doentje - wie der gebildete Schwabe sagen würde - zeigt, unterstreicht der Gegenübervergleich der Bildungserhebungen (PISA) sowie der ökonmischen Kennzahlen. 

"Göttlichkeit drückt sich aus in dem Einzelnen, 
der dem Durchschnittsgeschmack zuwiderhandelt."
(Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry)


"Siehst du dort die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. 
Weizen ist für mich ohne Nutzen. Die Weizenfelder erinnern mich an nichts. 
Und das ist traurig! Aber du hast goldene Haare. 
Wie wunderbar es sein wird, wenn du mich gezähmt hast! 
Der goldene Weizen wird mich an dich erinnern. 
Und ich werde das Brausen des Windes durch den Weizen lieben."
(Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry)

Sarah Connor - Wie schön du bist (Cover)

"To był mój głupi błąd, ale ja nie znam wielu ludzi, 
którzy są tak bardzo jak ja, jak ty. To smutne."

Donnerstag, 19. November 2015

Geld oder Liebe?

 "Die großen Leute lieben nämlich Zahlen. 
Wenn ihr euch über einen neuen Freund unterhaltet, 
wollen sie nie das Wesentliche wissen. Sie fragen dich nie: 
»Wie ist der Klang seiner Stimme? 
Welche Spiele liebt er am meisten? 
Sammelt er Schmetterlinge?« 
Sie wollen lieber wissen: »Wie alt ist er? Wie viele Brüder hat er? 
Wieviel wiegt er? Wieviel verdient sein Vater?« 
Erst dann werden sie glauben, ihn zu kennen. 
Und wenn ihr den großen Leuten erzählt: 
»Ich habe ein sehr schönes Haus mit roten Ziegeln gesehen, 
mit Geranien vor den Fenstern und Tauben auf dem Dach …« 
werden sie sich das Haus nicht vorstellen können. 
Ihr müsst vielmehr sagen: 
»Ich habe ein Haus gesehen, das hunderttausend Franken wert ist.« 
Dann kreischen sie gleich: »Oh, wie schön!«"
 (aus: der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupér)

Dass ein wirtschaftswissenschaftliches Studium aber auch praktische Lebensentscheidungen widerspiegelt, und schon allein damit seine Daseinsberechtigung hat, sei kurz und bündig an einem klassischen Modell aus der Spieltheorie gezeigt. Dafür nehmen wir zwei junge Menschen, die 17jährige Pünktchen ist ausgelernte Pflegefachfrau und der 20jährige Anton ist ausgelernter Verwaltungskaufmann. Beide lieben einander und sind so glücklich miteinander, dass Familien- und Hochzeitsplanung bereits angedacht sind. Alsdann bekommt Anton ein besser dotiertes Angebot der Verbeamtung in der 500km entfernten öffentlichen Verwaltung. In dem neuen Ort würde Pünktchen jedoch einen schlechter bezahlten Pflegejob annehmen müssen. Beide zögern, da der Tag der Entscheidung und der Umzugskonkretisierung näher rücken. Hier beginnt das Spiel.
Die Spielregeln: beide entscheiden für sich selbst, d.h. unabhängig voneinander, ohne vorher die Entscheidung des anderen zu kennen. Der Entscheidungsprozess findet also innerhalb des eigenen Gewissens, modelltechnisch in der individuellen Nutzenfunktion (U) abgebildet, statt. Sowohl Pünktchen als auch Anton können sich entweder für Liebe oder für Beruf (Geld) entscheiden, demnach hätte Anton bei Liebe den Nutzen U=4 bzw. U=1 und bei Beruf den maximalen U=5 bzw. U=2 (welches jeweilige U bei Liebe oder Beruf nach der Entscheidung verbleibt, hängt von Pünktchen ab), während Pünktchen bei Liebe U=4 bzw. U=1 und bei Beruf U=5 bzw. U=2 bekommen kann. 
 
Das Spiel: Anton wird Beruf wählen, weil U=5 > U=4 (bei Liebe) und Pünktchen wird ebenfalls Beruf wählen, da auch sie dabei den maximalen Nutzen von U=5 (>U=4 bei Liebe) erzielt. D.h., wie die Modellabbildungen auch anschaulich zeigen, das Spiel endet im hellgrünen Punkt, also der Situation, wo beide Beruf wählen, und beide einen Nutzen von U=2 haben. Letztlich also in der Situation, in der beide gemeinsam den niedristen Nutzen (U=4) erzielen, da der Punkt von allen drei anderen dominiert wird. Fachlich gesprochen, das Gleichgewicht, d.h. die Lösung dieses interaktiven Entscheidungsspiels, da jeder die Maximierung seines Eigeninteresses verfolgt, ist daher kein Pa­re­to-Op­ti­mum. Die Antwort, wie sich Pünktchen und Anton tatsächlich im wahren Leben entscheiden, überlasse ich euch...

Freitag, 23. Oktober 2015

Die Zukunft lebt, tot ist die Zukunft!

"Ich bin an ihr vorbeigegangen, wie ein Mensch, 
der alles im Leben hat, nur keine Zeit. 
Die Pointe aber ist, ich habe nichts im Leben, außer Zeit".

"Alles was schief gehen kann, geht auch schief, aber ich setze trotzdem sehr auf den Genossen Zufall, und das ist unser bester Verbündeter", sagte einmal der deutsch-polnische Publizist Henryk M. Broder. Gestern gehe ich wie an jedem dieser Donnerstagnachmittage eilig und zielstrebig über die Königsstraße Richtung Schloßplatz. Kurz nach dem Rothebühlplatz taucht eine Gestalt vor mir auf, unauffällig, stand sie nun da. In etwa einen Kopf kleiner, lange, schwarze Haare, sehr hübsch. "Hi" sagte sie, und es strahlt als würde eine Welle der Begeisterung die Flaniermeile fluten. In bester Frank Elstner-Manier streckt sie ihre Arme zur Seite, offenherzig, willkommen, als wollte sie damit sagen, auf mich hat deine Welt gewartet. Später werde ich es einen magischen Moment nennen. Wenn du eine Botschaft an fremde und so vielfältige Menschen hast, dann kannst du diesen Augenblick, ganz gleich welche Botschaft du hast, nicht perfekter transportieren, als mit ihrem Charisma, abgeschaut und gelernt von der aufgehenden Morgensonne.

 Stefanie Heinzmann - On fire 

"Sorry" antworte ich flüchtig, und gehe an ihr vorbei. Bereits wenige Meter später ereilt mich die Frage, was konnte sie gewollt haben, für wen oder was hat sie Hilfe ersucht oder Werbung gemacht, keine Flyer, keinen Fragebogen in der Hand, der Gedanke zurückzugehen, schließt sich an. Der Reflex der Unnahbarkeit, des Weghörens und der Flucht war authentisch, konsequent, so wie immer. Aber das Verrückte, die Situation umzukehren, und das verkehrte Rollenspiel mitzuspielen, zuzuhören und eine Chance zu geben, blieb aus. Was bleibt, sind Selbstzweifel und -vorwürfe, offene Fragen und die Gewissheit, in diesem Leben nicht mehr zu erfahren, wer dieser Mensch war und wofür sie mit anderen gekämpft hat. Mich macht das traurig.

"Von Parallelgesellschaften aufmerksam machen, das, liebe Freunde, 
ist der Gipfel der Verlogenheit und eine solche Scheinheiligkeit
 wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen, 
deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung 
und Begrenzung von Zuwanderung fordern". (Angela Merkel 2003

"Italien ist gefordert, aber bei Weitem noch nicht überfordert", sagte der Innenminister Thomas de Maizière 2011 über den Vorschlag, die steigende Anzahl der nordafrikanischen Flüchtlinge auf Europa zu verteilen. Da darf man gespannt auf die Antwort von Matteo Renzi im Jahr 2015 sein. Die abschließenden Worte gebühren meinem Vorredner. "Deutschland hat ein Monopol auf das Gebot der Menschlichkeit. Der Motor des Fortschritts in der islamischen Gesellschaft sind eindeutig die Frauen und eine Gesellschaft in der die Hälfte der Gesellschaft damit beschäftigt ist, die andere Hälfte zu unterdrücken, diese Gesellschaft wird keinen Fortschritt erleben und keinen Schritt nach vorne machen, wenn sich dieser Mechanismus nicht ändert. Diese muslimischen Frauen sind wirklich diejenigen, die das meiste Risiko eingehen und am meisten von uns im Stich gelassen werden" (Henryk Broder 2008). Akkulturation oder schöpferische Zerstörung nach Schumpeter, willkommen in Deutschland.

"Das grenzt an Untreue im Amt. Frau Merkel hat einen Eid geleistet, 
den Nutzen des deutschen Volkes zu mehren, Schaden von ihm zu wenden, 
und zur Zeit passiert genau das Gegenteil. Sie hat keinen Eid geleistet, 
die Probleme der EU, der Griechen oder der Ungarn zu lösen".
(Henryk M. Broder über die Politik in der Europäischen Union 2016)

Montag, 5. Januar 2015

Am Ende bleibt der Schmerz

"Lieber hässlich leben, als schön sterben."
(Mei Ling in Metal Gear Solid)
Zwischensequenz: #Solid Snake, #Sniper Wolf
Die Liebe zu dem episch-epochalen Meisterwerk Metal Gear Solid, einem der Game-Klassiker schlechthin, aus dem Jahr 2000 (PC-Version) entsprang einem opportunistischen Geniestreich, als unser Nachbar das Spiel in einem Real-Markt sah, und feststellte, dass sich ein 70DM Spiel schlecht mit 5DM bezahlen lässt, also suchten wir nach einem Sonderpreis-Etikett zu 5DM und fanden es an einem Fußball, einmal abgeklebt und auf den Barcode des Spiels geklebt, bitte schön! Der Coup glückte, und die Erkenntnis blieb: Dreistigkeit und Mut werden (zu) oft belohnt.
#20 Tage, #400-Lauf-km, #Happy Hours
15 Jahre später schaue ich mir das Let's Play an, und lasse mich dabei von den Dialogen ein um's andere Mal verblüffen, als sie mit klugen Bonmot's wie "wer durch das Melonenfeld geht, der richte nicht seine Sandalen" (Mei Ling) aufwarteten. Ein echtes Lehrstück für's Leben, gepaart mit der passenden Musik - pure Emotion. Würde man den Charakter des Spiels mit einem Wort beschreiben müssen, ich würde den "Schmerz" wählen und genau diesen Gedanken möchte ich kurz vertiefen.

Dabei werden wir endlich wieder in philosophisch-psychologische Muster eintauchen, und uns der aktuellen Psychologie Heute Ausgabe (02/2015) sowie Arthur Schopenhauer's Erbgut widmen. Ihr erinnert euch, dass Schopenhauer's elementarste These darin bestand, dass "der Vernünftige auf Schmerzlosigkeit, nicht auf Genuss ausgeht", mithin also "nicht dem Vergnügen, sondern der Schmerzlosigkeit nachgeht". Demnach sei "aller Genuß und alles Glück negativer, hingegen der Schmerz positiver Natur". Dank jenes positiven Charakters ist die Abwesenheit von Schmerz "der Maßstab des Lebensglückes". In der Konsequenz ist "das Verkennen dieser Wahrheit, durch den Optimismus begünstigt, die Quelle vielen Unglücks".

#noch 1 Monat
#GNTM 2015
Ausgehend von der "Erkenntnis der Negativität des Genusses und der Positivität des Schmerzes" erachteten die Kyniker die "absichtliche Verwerfung der Genüsse" als nötig. Denkt dabei mal an ein ganz einfaches Beispiel: ihr esst ein wundervolles 3-Gang-Menu, mit dem besten Stück Schokoladenkuchen, einer bombastischen Buttersauce, der pure Genuss also, aber was passiert danach im Kopf? Keiner mag mir erzählen, dass er danach im Kreise tanzt und Hurra singt! Die meisten dürften doch fühlen und denken: OMG, was für Kalorienbomben! Bitte nicht die Waage, nicht jetzt, nicht Morgen.. - das ist es, wovor die Kyniker und Schopenhauer in seiner Eudämonologie warnten.

Insofern ist es eine Torheit der Amerikaner "Streben nach Glückseeligkeit" in ihre Verfassung zu schreiben. Psychologie Heute greift diesen Ansatz nunmehr in Thesen, wie der Schmerz biete "Lebenssinn und Zuversicht", er habe "eine euphorische Komponente: Als Kampfoder-Flucht-Reaktion steigert er die körperlich-seelische Mobilmachung", "Schmerz ermöglicht Kontrolle", biete eine Plattform für "Mitgefühl, Aufmerksamkeit und Zuwendung" (Exkurs: wenn mein Bruder mich auf dem Boden hatte, schrie ich vor Schmerz! Er ging. Tatsächlich war es nur vorgespielt von mir) und sei zudem "ein Warnsignal", auf. "Man leidet zwar Qualen, doch fühlt sich dabei lebendig und vital", allein "die Wunden (SVV) wecken eher Scham als Stolz. Abschließend fragt das Magazin daher in rhetorischer Manier, ob "das gute Leben wirklich ein schmerzfreies Leben ist?". Wir wussten bereits vorher: nein.

Freitag, 14. November 2014

"Kinder an die Macht"

"Souverän ist nicht, wer viel hat, 
sondern wer wenig braucht.
Wer weniger benötigt,
ist auch weniger angreifbar. 
Die Kunst der Reduktion beinhaltet Gelassenheit."
(in: Psychologie Heute 12/2014)
#Orangenduft-Inferno @work, wozu Raumduft
kaufen, sag' ich mir, wenn mein Arbeitskollege
so gut ist und mit mir seine frisch gepulte
Mandarinenschale teilt, #moi
#Alexander Wang Kollektion, #die
Jacke hätt'sch mir au gern gegönnt-.-
#ausverkauft, ©H&M
#dafür hab ich eine tolle und günstige
Alternative gefunden: #Parka, #anthrazit
#15€, #Made in Germany (<Schwäbische Alb)

#Jostein Gaarder, #nach dem Orangenmädchen
passend zur Jahreszeit #Das Weihnachts- und
Kartengeheimnis
#KW 45, #KW46, ganz 'viiieeelll' Pizza(17)
und Milchreis(35)
Story of the week: Als ich am ersten Novembermontag mit meinen übereinandergestapelten Milchreispaletten zur U-Bahn-Haltestelle kam, verzückte mich ein kleines Kind mit Herzen in den Augen, die sagten: 'das ist der Löffel, der Kinderträume wahr werden lässt!'; "der Junge hat aber ganz viiieeelll Pudding", bekannte die junge Stimme mit fröhlichem Blicke gen Mutter. Lebensfreude kann so einfach sein, wenn man es versteht, im richtigen Moment den Kopf auszuschalten, denke ich in dem Moment. Die Formel ist ganz banal und konsensfähig in jedem Lebensalter: süßes Essen = leckeres Essen. Leider kommt ab einem gewissen Zeitpunkt die negative Variable namens Kalorie(n) hinzu und dann sagt das kleine Männchen da oben: süßes Essen + Kalorien = leckeres Essen + mollig werden. Und schon macht er hier nicht mehr so, sondern so .

Mich hat dieses kurze Erlebnis an die Jungs und Mädels aus der Schule erinnert, die mich oft fragten, wie ein Mensch so dünn sein kann, ohne das ich eine plausible Antwort geben konnte. So schwieg ich also. Aber du
©mademyday.cc
#nur um das Mal klarzustellen...
kannst mal sicher sein, das lässt dir keine Ruhe, du, ja genau du, der ein gutes Vorbild sein soll, zeigt offensichtlich, wie man es nicht machen soll. Und dann kam dieser erhellende Moment, den wir als Erkenntnis umschreiben, da ich glaubte eine Erklärung gefunden zu haben. Bei der nächsten Gelegenheit gab ich also einem Jungen überzeugt und selbstsicher diese Antwort, und sein Gegenargument kam postwendet und war noch überzeugender, fast genial einfach. Und dann stehst du auf einmal da und fragst dich, wieso konntest du nur so lange so blöd sein und dich so sinnlos dahinhungern lassen...

Top 3 Running Playlist November - Es wird poppig^^ (Eurodance/Pop)
 
ATC -  My heart beats like a drum (2000)
 
ATC - Why oh why (2001)
ATC - All around the world (2000)

Freitag, 20. Juni 2014

"eudaimonía" ♣

"Glücklich ist, wer erkennt, dass er auch unglücklich sein darf"
(in Anlehnung an den folgenden Beitrag, #Zeit Wissen, 04.2014)

Heute möchte ich auf zwei großartige philosophisch-psychologische Artikel rekurrieren, die ich kürzlich in der aktuellen Zeit-Wissen-Ausgabe las und von denen ich überzeugt bin, dass sich jeder von uns täglich damit beschäftigt, da er es will - oder muss. Meine Ausgangsthese ist, warum ich trotzdem glücklich bin. "Träume, Ziele, Idealvorstellungen erfüllen aus psychologischer Sicht einen wichtigen Zweck: Sie geben uns Orientierung und motivieren uns". Auch wenn wir unsere Träume wieder verwerfen - z.B. aus Vernuft und Machbarkeit - "richten wir unsere Aufmerksamkeit und psychische Energie auf neue, aber inhaltlich verwandte Träume". (Wrosch-Theorie) "Manche Träume bleiben uns als bittersüße Sehnsüchte erhalten", "bitter, weil sie utopisch sind. Süß, weil sie mit schönen Gedanken verknüpft sind und uns erlauben, das Ersehnte auf der Imaginationsebene zu erleben. Wir versetzen uns sogar gezielt in Sehnsucht, etwa indem wir Musik hören (...). Anstatt utopische Träume zu begraben, verewigen wir sie in unserer Fantasie." (Brigitte Boothe) Ich nenne das: passives Glück.

"Die gute Nachricht (also) lautet: Glück ist noch möglich, das Abendland bleibt bestehen, und wir werden weiterhin nach Liebe suchen. Wir müssen an keinen Gott glauben, wir brauchen nicht zu heiraten, (...)" - puh, na da bin ich aber schon mal erleichtert. Zweite These: "Individualismus ist zum Zwang geworden". "Das Individuum wird paradoxerweise zur Anpassung gedrängt an das große Ideal, individualistisch zu sein. "Anpassungsdruck" (bestimme Leistungskonformität), lautet also das moderne Schlagwort. Eine der schönsten Zitate folgt:
"Der Sinn von Persönlichkeit besteht in der wiedererkennbaren
Selbstdarstellung. Das lateinisch-antike Wort Persona heißt
übersetzt Theater-Maske. Jeder Mensch trägt seine Maske,
jeder Mensch ist Darstellerseiner selbst,
und die Welt ist eine Bühne." (Jens Asendorpf)

©#Ellen von Unwert
Also "im sozialen Alltag ist alles Selbstdarstellung" und wir Blogger wissen, was er meint. "Permanent souffliert der Geist der Zeit: Du musst dich abgrenzen! Du musst interessant sein! Du sollst einmalig sein! Ja, aber wie soll man das sein, wenn es alle sein sollen?". "Er soll Ecken, aber keine Kanten haben. (...) Er soll kontrolliert und rational sein, zugleich aber charismatisch und begeisterungsfähig". Sind wir das? ✔ "Verkürzt gesagt, strebt jeder Mensch nach dreierlei: sozialer Anerkennung, Erfolg und Glück – im besten Fall verschmilzt alles in einem".
© #GNTM '12
Wer ist erfolgreich? Die "Erfolgreichsten unter uns" sind demnach "keine großartigen Visionäre, sondern bescheidene, zurückhaltende, fleißige, zuverlässige und entschlossene Persönlichkeiten, die einen Bereich gefunden haben, in dem sie sich systematisch zu verbessern suchen". ✔ Meine L-Alliteration für Bewerbungsgespräche war immer Leistungsbereitschaft, Logik und Lernfähigkeit, die ich auch ganz gut verkaufen konnte, und die mit den wiss. Erkenntnissen offensichtlich auch gut
© #GNTM '12
vereinbar ist. Und: "Emotionale Stabilität zum Beispiel unterscheidet in nahezu allen Berufen die Erfolgreichen von den weniger Erfolgreichen". Als ich Praktikant im Controlling, also das kleinste Rad am Wagen war, kam eines morgens eine neue Mitarbeiterin aus der Planung völlig in Tränen aufgelöst zu uns in die Abteilung - ihre geplante Tour war geplatzt, da kurzfristig zwei Tester abgesprungen sind; ihre Reaktion: der Emotion (Tränen) freien Lauf lassen und Mitgefühl suchen.. in dem Moment dachte ich: 'Mensch Mädl, das gehört doch hier nicht hin, mach's wenn du zuhause bist und such jetzt lieber nach einer Problemlösung..' - eine Woche später wurde sie entlassen...

Zu guter letzt, das "größte Luxusprodukt unserer Epoche: Zeit". Der postmoderne Mensch "ist nicht imstande, zu sagen, womit genau er seine Zeit aufbraucht, er stellt nur fest, dass er nie genügend hat". Dritte These: "Für alles, was wir beim Menschen an Entwicklung haben, brauchen wir in erster Linie Zeit". Deswegen ist(war) es auch politisch gewollt, die Jahre zum Abitur zu verkürzen, die zeitliche Ausweitung des Studiums zu bestrafen,..., also die sog. "Adoleszenzkrise" (Findungsphase: was will ich und wer bin ich?) zu verkürzen. Von G9 auf G8 - früher soll es sogar noch Menschen gegeben haben, die den G10-Weg gewählt haben, mich übrigens eingeschlossen, weil sie sich in der schulisch-blühenden Atmosphäre sehr wohl behütet gefühlt haben. Du wusstest, ich brauche meine Mitschüler(/-streiter) nicht auszustechen, um meine Wunschausbildung(/-studium) zu bekommen, ich brauchte auch keine E-Mail mit falschen Klausureingrenzungen an die
Nach zehn Stunden Arbeitstag (8³°-18³°) シ
Kommilitonen versenden, damit ich der eine von 100 bin, der den begehrten Masterstudium-Platz bekommt, d.h. das, was der Wissenschaft nach ein sich entwickelnder, glücksorientierter (/-suchender) Mensch anstrebt, wird durch die Politik geradezu verhindert. Ergebnis: 20 Jahre später antworten diese - in ihrer Findungssuche gehinderten - Menschen, in Unternehmerseminaren auf die Frage: "Wovon haben Sie immer schon mal geträumt?", überdurchschnittlich oft mit einem Satz wie jenem: "Mal nackt durch den Wald zu laufen ..."

Resumé: "Dem Zwang zum Glück zu entsagen erfordert eine neue Kompetenz: Mut zur Entscheidung." Und für mich das schönste, weil treffendste Zitat als Epilog:
"Mut zum eigenen Typ zu haben heißt, Mut zu haben,
sich diesen Mut zu gönnen. Es heißt, Mut zu haben,
zu widersprechen und zu scheitern. Es heißt, Mut
zur Neugier, Mut zum kritischen Geist und zur
Absage an vorgefertigte Muster zu haben. Es heißt, Mut
zu haben, vor allem eines zu sein: normal." (Christian Schüle)

Dienstag, 17. Juni 2014

Es wird unmoralisch. Eine experimentelle (Nach-)Forschung.


"Niemand hat die Absicht, Karriere zu machen!“
(in Anlehnung an Walter Ulbricht, 1961)

Ich fand kürzlich das F.A.Z.-Ökonomenranking mit den Top50 einflussreichsten Ökonomen
Ja, ich wollte nur 6 Tafeln; für jedes deutsche
Tor hab ich dann nochma eine Extra gegönnt :p
im deutschsprachigen Raum (in 2013). Dort ergibt sich das Ranking aus der Summe der Einzelpunkte in Medien, Politik und Forschung, was das Gesamtergebnis für mich zunächst unattraktiv macht, jedoch nicht das Einzelranking für den Bereich Forschung. Dieses wird angeführt von dem Leiter des Laboratorium für experimentelle Wirtschaftsforschung (BonnEconLab) Prof. Armin Falk. Das nahm ich zum Anlass, mich mal seinen aktuellen Forschungsprojekten zu widmen. Dabei hat eines ganz besonders für Aufregung (Empörung?) gesorgt, und es damit über den wissenschaftlichen Diskurs hinaus, sogar bis in die kultivierten Wochenblätter (Spiegel, Zeit) geschafft.

©Vogue, 07.2014
Er zeigte studentischen Probanden einen Film, in der eine Maus in einer Glasbox wahrhaftig vergast wurde. Credibility (Glaubwürdigkeit) erzeugen, wie wir es in der Finanzwissenschaft nennen, hieß das Credo.
Das erste Experiment: „Nach dem Film bekamen die Probanden die Verantwortung für eine Maus übertragen - und mussten eine Entscheidung fällen: Sollte ihr Tier am Leben bleiben - oder sterben wie der Nager im Film? Wer sich für die Tötung entscheide, bekomme zehn Euro. Wer ihm das Leben schenke, gehe leer aus, hieß es.“ (Spiegel Online)
Ergebnis: „Als die Teilnehmer des Experiments nach Leben oder Tod des Tiers gefragt wurden, nahmen 40 Prozent die 10 Euro - und opferten die Maus.“

©Vogue, 07.2014
Das zweite Experiment: „Eine zweite Gruppe, die den Film auch gesehen hatte, wurde von Falk und seinen Kollegen in eine Art Marktsituation versetzt. Die Hälfte der Gruppe bekam die Verantwortung für eine Maus übertragen, die andere erhielt 20 Euro. Die Geldbesitzer sollten nun über ein Computernetzwerk versuchen, Mäusebesitzern das Tier abzukaufen - zu einem möglichst niedrigen Preis.
Komme der Handel zustande, werde die Maus vergast, hieß es. Alle wurden darauf aufmerksam gemacht, dass man sich auch gegen einen Deal entscheiden könne - keiner bekomme dann Geld, die Maus bleibe am Leben. Ein Vorschlag, den nur 20 Prozent der Händler annahmen. Der Rest (80%) entschied sich für Bares - und den Tod der Maus. Einige Verkäufer verhökerten das Nagerleben für unter 5 Euro; dem Käufer blieben also mehr als 15 Euro“ (Gewinn). 
#1 Effekt: Hunderte Tiere starben während des Experiments.
#2 Erkenntnis: Schuld und Verantwortung werden auf Märkten stets zw. den Vertragsparteien (Käufer/Verkäufer) geteilt.

Konsequenz: emotionale Bindung ist mein Schlagbegriff. Ich behaupte die These, wenn
Mein's (früher) -> Bruder's (heute)
jeder der Probanden sein eigenes Haustier (Hund, Katze, Eule..) mitgebracht hätte, hätte niemand der Probanden das Geld und damit den Tod des Tieres gewählt!
Mich erinnert das - passend zum Deutschland-Spiel - an eine ähnliche Situation, da ich, als Sparfuchs und verhandlungsfreudiger Zeitgenosse schlechthin, ein Puma-Shirt meines Bruders (10€ Kaufpreis) gegen mein Deutschlandtrikot (70€ Kaufpreis) eintauschte; ich hatte mir das rote Pumashirt von meinem Bruder ausgeliehen und meine Freundin damals hatte ihr rotes Top beim Backen bekleckert, also fiel spontan die Wahl auf den Puma, und so zog sie das rote Shirt als Ersatz an. Daraufhin hätte ich das Shirt für jeden pekuniären/naturalischen Gegenwert, den mir mein Bruder nennen würde, eingetauscht, mithin also nicht mehr hergegeben. D.h. der ideelle Wert setzt also die Marktgesetze, denn rein monetär habe ich mich durch den Tausch in der Differenz ja 60€ schlechter gestellt, außer Kraft.
 Warum Pepe nicht auf's Fußballfeld gehört
oder, Motto: Fifa-Fairplay!-.- :D