Zunächst war angedacht einen reinen Kunstbeitrag zu gestalten, indem u.a. alte Schulwerke zu ihren Ehren aufbereitet werden; doch diese ließen sich nicht mehr auffinden - vielleicht auch besser so. Also werde ich lediglich drei kleine Geschichten erzählen.
~
 |
| ♥ |
Die erste setzt direkt an der obigen Idee an. Während ich mich auf die Suche durch die Vergangenheit begab, begegnete ich drei Gefährten, die mich mir ihrem Lächeln so sehr entzückten, als wollen sie sagen: 'An uns kommst du nicht vorbei. Denk an uns. Schenke uns Zeit. Mach dir Freude.' Sie waren damit verdammt erfolgreich. Es ist sehr unwahrscheinlich, aber möglicherweise mag sich jemand mal gefragt haben, was will er eigentlich mit "Würmiges" intendieren oder definieren. Sind's einfach nur leere Worthülsen oder ganz im Gegenteil, steht dahinter sogar eine zunächst intransparent erscheinende Sprachgewalt, oder hat es doch eher was mit Zuneigung für schlankes, geschmeidiges aus dem Reich der Tierwelt zu tun? Nun, vor sehr langer Zeit bekam ich ein Plüsch-Würmchen (blau) geschenkt und damit das nicht einsam und alleine ist, bekam mein Bruder auch eines (rot), so waren es schon zwei. Man vermutet, dass sie sich auch mochten. Und einige Jahre später ging ich in Hechtsheim auf dem Weg von der Schule zur Post durch eine der kleinen wunderschönen, weinstraßenähnlichen Gassen, in der ein kleiner Flohmarktladen - so möchte ich ihn mal beschreiben-, war. Es war nicht das erste mal, dass ich dort vorbei ging. Doch an diesem einen mal, war etwas anders. Wie immer warf ich einen hastigen Blick in das Schaufenster, mithin auf die vielen kleinen Accessoires vergangener Tage. "Nein!", rief ich laut durch die Gasse und konnte ein breites Grinsen nicht verbergen. "Das kann nicht wahr sein..", sagte ich mir, und schaute ein zweites Mal auf die Ausstellungsstücke, wo aus einem Korb mit vielen kleinen Dingen, ein Gesicht herausragte, das ich schonmal gesehen hatte. Es war ein Würmchen, wie ich bereits inzwischen zwei hatte, da mein Bruder auf das seine verzichtete, damit die beiden (das rote und blaue) nach unserer Ortstrennung, nicht auch entzweit und getrennt werden musste. Und wie das Schicksal es wollte, hatte ich just an dem Tag, dass entsprechende Kleingeld für das dritte Würmchen (rosa) dabei, so dass die Würmchen-Familie Zuwachs bekam und heute mit dem kleinen, weil noch blutjungen inzwischen zu dritt ist.
~
Die zweite Geschichte führt uns vermeintlich weg vom Rhein gen Alpenregion. Dort wo die schönen und
 |
| Modern Art |
hohen Berge unser Land schmücken. Der ein oder andere Leser, der sich gelegentlich mal hier her verirrt und treu geblieben ist, wird wissen, dass ich mal wieder eine alte Challenge wiederbelebt habe, bei der ich für 10€ meinen Lebensmittel-Wocheneinkauf decken muss - oder zumindest ein attraktives Maximum aus dem budgetrestriktierten Warenkorb rauskitzeln möchte. Diese Woche, inzwischen die dritte dieses Kapitels, steht nun ganz unter dem Motto: 'fiktives Begeben ins Höhentrainingslager in prächtiger Berglandschaft umgeben von ganz viel pink' - "bitte wie?", mag der Lesende sich fragen. Die Bilder sprechen zweifelsohne schon für sich. In Worte gepackt, lässt sich festhalten, dass wenn die Berge schon so fern sind, dann holen wir sie doch einfach an den Niederrhein - nicht das das Rheinland bereits reizvoll genug wäre, aber pink (finde ich zumindest) steht vielem, nicht zuletzt der hiesigen Umgebung ausgesprochen gut zu Sicht. Dass das ganze nur in schokoladiger Form besteht, ist an der Stelle erst einmal zweitrangig. Daher auch in Zahlen, nicht in Höhenmetern, ausgedrückt: 15x Alpia Noisette trifft 13x Alpia Edel Nougat in dieser Woche. Mahlzeit!
~
 |
"A child at the doorway of a thatched cottage" by Helen Allingham |
Und wer es bis hier geschafft hat, dem wird sich nun auch der Titel und die einführende Ankündigung dieses Posts erschließen. Die Kunst. Etwas konnte ich denn doch noch finden. Ein Bild, das in meiner Kindheit in Mitten unseres überdimensionalen Wohnzimmer Schrankes hing, allerdings sehr weit unten. Aber wie so oft im Leben und das hat die erste Geschichte bereits angedeutet, die guten Blicke sind nicht selten weit unten und bedürfen einem ruhigen, mit Zeit beschenktem Auge. Alles hat mich an diesem Bild fasziniert. Oft starrte ich es minutenlang an und begann zu träumen. Für mich ist und war es in sich stimmig. Es erzeugt eine Stille, wie ein Ruhepol als Pendant zum Rausch der Geschwindigkeit im Wettbewerb einer alles umschlingenden Globalisierung.