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Montag, 2. September 2013

Crispy recaps and reviews


Wie der ein oder andere bereits mitbekommen hat, fand der August am vergangenen Wochenende sein Ende und läutete den silbernen September ein. Soweit, so gut. Das Ereignis hat eine fingerreiche Hand voll Blogger dazu bewogen ihren monatlichen Monatsrückblick in Wort und Bild zu veröffentlichen. Soweit, so nett. Mich wiederum hat das dazu bewogen, auch so eine Serie zu starten, allerdings neige ich dazu, erstmal klein anzufangen. Wie passend also, dass mein Blog derzeit sein einjähriges Bestehen erlebt, so stelle ich heute meinen ersten Jahresrückblick mit freundlicher Unterstützung von google+ in collagenartigen Bildern vor. 

         
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Damit das ganze nicht zu bunt wird, beschränken wir uns nun wieder auf das Wesentliche. Meine treuen Wegbegleiter wissen, dass nun was auch immer folgen mag, aber es wird irgendwie auf lila rekurrieren. Damit liegen sie natürlich völlig richtig. An dieser Stelle gibt's wie immer in jüngster Vergangenheit meine 10€ challenge, die heute aus gegebenem Anlass zu einer 15€ challenge umgestaltet werden musste. Tut dem Sinn und Zweck aber keinen Nachteil - im Gegenteil. Vor einigen Wochen musste ich nämlich feststellen, dass ich um die 10€ challenge zu bestehen, weniger Schokolade einkaufte, als mir lieb war und zum Ende der Woche (donnerstags) bereits der gesamte Markt von lilaner Milka XXL Schokolade befreit war. Ich ging leer aus. Logisch, den deutschen kannst du alles nehmen, aber wenn's um die heilige Kugel geht, die sie vor sich herziehn, dann wird's ungemütlich. In diese Zone lässt der Deutsche sich nicht reinreden, die pflegt und verteidigt er, wie sein legitimiertes Eigentum. Lange Rede, kurzer Sinn, das Ergebnis der Challenge:
9x300g Milka Nuss Nougat Creme
3x300g Milka Noisette
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War sonst noch was? Achja. Wider erwarten gab es gestern beim TV Duell der Kanzlerkandidaten einen eindeutigen Gewinner: Stefan Raab. Wer hätte gedacht, dass ein gelernter Fleischermeister zwei politisch renommierte Institutionen und drei hochdekorierte Journalisten derart in den Schatten stellt, dass sie zu bloßen Statisten verkommen? Ich. Tatsächlich war es wenig verwunderlich, wie frech und modern er seine Aufgabe interpretierte. Genauso wenig überraschend war, das man nichts neues gehört hat. Ja, war mir ohnehin wumpe, da ich bereits vor einer Woche meine Kreuzchen in die Urne eingeworfen hatte.

Montag, 19. August 2013

The art to surprise

Zunächst war angedacht einen reinen Kunstbeitrag zu gestalten, indem u.a. alte Schulwerke zu ihren Ehren aufbereitet werden; doch diese ließen sich nicht mehr auffinden - vielleicht auch besser so. Also werde ich lediglich drei kleine Geschichten erzählen. 
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Die erste setzt direkt an der obigen Idee an. Während ich mich auf die Suche durch die Vergangenheit begab, begegnete ich drei Gefährten, die mich mir ihrem Lächeln so sehr entzückten, als wollen sie sagen: 'An uns kommst du nicht vorbei. Denk an uns. Schenke uns Zeit. Mach dir Freude.' Sie waren damit verdammt erfolgreich. Es ist sehr unwahrscheinlich, aber möglicherweise mag sich jemand mal gefragt haben, was will er eigentlich mit "Würmiges" intendieren oder definieren. Sind's einfach nur leere Worthülsen oder ganz im Gegenteil, steht dahinter sogar eine zunächst intransparent erscheinende Sprachgewalt, oder hat es doch eher was mit Zuneigung für schlankes, geschmeidiges aus dem Reich der Tierwelt zu tun? Nun, vor sehr langer Zeit bekam ich ein Plüsch-Würmchen (blau) geschenkt und damit das nicht einsam und alleine ist, bekam mein Bruder auch eines (rot), so waren es schon zwei. Man vermutet, dass sie sich auch mochten. Und einige Jahre später ging ich in Hechtsheim auf dem Weg von der Schule zur Post durch eine der kleinen wunderschönen, weinstraßenähnlichen Gassen, in der ein kleiner Flohmarktladen - so möchte ich ihn mal beschreiben-, war. Es war nicht das erste mal, dass ich dort vorbei ging. Doch an diesem einen mal, war etwas anders. Wie immer warf ich einen hastigen Blick in das Schaufenster, mithin auf die vielen kleinen Accessoires vergangener Tage. "Nein!", rief ich laut durch die Gasse und konnte ein breites Grinsen nicht verbergen. "Das kann nicht wahr sein..", sagte ich mir, und schaute ein zweites Mal auf die Ausstellungsstücke, wo aus einem Korb mit vielen kleinen Dingen, ein Gesicht herausragte, das ich schonmal gesehen hatte. Es war ein Würmchen, wie ich bereits inzwischen zwei hatte, da mein Bruder auf das seine verzichtete, damit die beiden (das rote und blaue) nach unserer Ortstrennung, nicht auch entzweit und getrennt werden musste. Und wie das Schicksal es wollte, hatte ich just an dem Tag, dass entsprechende Kleingeld für das dritte Würmchen (rosa) dabei, so dass die Würmchen-Familie Zuwachs bekam und heute mit dem kleinen, weil noch blutjungen inzwischen zu dritt ist. 
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Die zweite Geschichte führt uns vermeintlich weg vom Rhein gen Alpenregion. Dort wo die schönen und 
Modern Art
hohen Berge unser Land schmücken. Der ein oder andere Leser, der sich gelegentlich mal hier her verirrt und treu geblieben ist, wird wissen, dass ich mal wieder eine alte Challenge wiederbelebt habe, bei der ich für 10€ meinen Lebensmittel-Wocheneinkauf decken muss - oder zumindest ein attraktives Maximum aus dem budgetrestriktierten Warenkorb rauskitzeln möchte. Diese Woche, inzwischen die dritte dieses Kapitels, steht nun ganz unter dem Motto: 'fiktives Begeben ins Höhentrainingslager in prächtiger Berglandschaft umgeben von ganz viel pink' - "bitte wie?", mag der Lesende sich fragen. Die Bilder sprechen zweifelsohne schon für sich. In Worte gepackt, lässt sich festhalten, dass wenn die Berge schon so fern sind, dann holen wir sie doch einfach an den Niederrhein - nicht das das Rheinland bereits reizvoll genug wäre, aber pink (finde ich zumindest) steht vielem, nicht zuletzt der hiesigen Umgebung ausgesprochen gut zu Sicht. Dass das ganze nur in schokoladiger Form besteht, ist an der Stelle erst einmal zweitrangig. Daher auch in Zahlen, nicht in Höhenmetern, ausgedrückt: 15x Alpia Noisette trifft 13x Alpia Edel Nougat in dieser Woche. Mahlzeit!
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"A child at the doorway of a
 thatched cottage
" by Helen Allingham
Und wer es bis hier geschafft hat, dem wird sich nun auch der Titel und die einführende Ankündigung dieses Posts erschließen. Die Kunst. Etwas konnte ich denn doch noch finden. Ein Bild, das in meiner Kindheit in Mitten unseres überdimensionalen Wohnzimmer Schrankes hing, allerdings sehr weit unten. Aber wie so oft im Leben und das hat die erste Geschichte bereits angedeutet, die guten Blicke sind nicht selten weit unten und bedürfen einem ruhigen, mit Zeit beschenktem Auge. Alles hat mich an diesem Bild fasziniert. Oft starrte ich es minutenlang an und begann zu träumen. Für mich ist und war es in sich stimmig. Es erzeugt eine Stille, wie ein Ruhepol als Pendant zum Rausch der Geschwindigkeit im Wettbewerb einer alles umschlingenden Globalisierung. 

Montag, 12. August 2013

Praktische Entscheidungspsychologie

Es passierte an einem Montag, meinetwegen auch Dienstag oder was dem Leser am meisten taugt - spielt die entscheidene Rolle nicht, wohl aber das wir Physik hatten. Wenn ich sage wir meine ich eine kleine, aber feine Gruppe an besonders lockeratmigen Menschen (4 Jungs, 2 Mädchen in nackten Zahlen), die so viel nicht anzufangen wußten mit Physik. Wer also eine Lektion der Güte physikalischer Zusammenhänge erwartet hat, den bitte und verweise ich denn doch lieber um bzw. auf eine Privataudienz beim Papst. Wir - und diesmal meine ich mich und den Anteil der Leser, die es bis hier hin geschafft haben und die weiter dabei bleiben - widmen uns dem eigentlichen Thema dieser, unser eigenen Physikstunde. Und zwar ging es um die nicht zu unterschätzende Frage, die ich insofern mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgt habe, was mache ich, wenn mir im Urlaub zwei T-Shirts oder Top's oder was auch immer, gefallen

'Ja, ist der jetzt total bescheuert, das ist doch sonnenklar', mag ein mancher vorschnell oder mit Recht denken. Gehen wir das ganze mal plausibel und analytisch an. Faktisch habe ich ceteris paribus (muss in der Folge weiterhin stets gelten, sonst wirds allzu kompliziert) vier Möglichkeiten: 1) ich nehme beide 2) ich nehme das linke 3) ich nehme das rechte 4) ich nehme keins.
Kurzer schwenk zurück in die besagte Physikstunde. Nun, eines der beiden Mädchen erzählte - mit großem Selbstverständnis, sie hätte beide genommen. Was für sie, für die anderen offensichtlich auch, eingängig und klar schien, hat in mir das philosophische Hamsterrad, weit über die Physikstunde hinaus, ins Rollen gebracht. Immer wieder und in fast allen Alltagsmomenten und Lebenslagen begegnet mir dieses Bild und obwohl es eine so vermeintlich einfache Entscheidung ist, verfolgt es mich wie ein endloser Rattenschwanz. 


Ein Geschenk der...
Nehmen wir zwei Tafeln Schokolade, am besten zwei ähnliche, also sagen wir mit Haselnüssen oder Mandeln. Ich weiß, ich habe vier Wahlmöglichkeiten, schmecken tun mir beide. Ich wähle Haselnuss. Warum? Weil ich diese Nüsse etwas lieber mag, als Mandeln. Und jetzt beginnt das schlechte Gewissen, obwohl ich Haselnüsse sogar lieber mag, als Mandeln, frage ich mich nur noch: 'warum hast du nicht lieber mit Mandeln genommen? Die is doch viel seltener, außerdem sind Mandeln teurer usw. blabla' - völlig losgelöst davon, das mir die, für dich ich mich entschied, schmeckt, ja, sogar besser schmeckt, sehe ich mich nur mit Selbstvorwürfen konfrontiert und möchte lieber doch die andere haben. Analoges Beispiel: In Korsika bin ich in einem Souvenirshop und finde zwei tolle Korsika-Shirts, eines in besch, das andere in dunklerem braun. Beide gefallen mir sehr. Ich gehe letztlich mit dem Beschen. Ihr wißt, was kam. 'Warum hast du nich doch das braune genommen? Das war doch viel schöner..' (War's nicht!)
Die Lehr' von der Geschicht': Hätte ich mal lieber besser in der Physikstunde aufgepasst!

Übrigens, hab diese Woche - weil's so schön war - meine 10€-Challenge nochmal wiederholt! Ergebnis:
4x300g Milka Nuss Nougat Creme
2x300g Milka Noisette
2x400g Zentis Belmandel
'Kann man nicht meckern', sagte der Papst Papa.. dem aufmerksamen Leser ist indes aufgefallen, dass es diesmal nicht mehr für die Äpfel reichte :D Ja, völlig richtig, was ein Jammer! Naja, geht so; hab sie einfach bei meiner Mutter - die seit gestern ausm Urlaub zurück ist(-.-) -, unten auf'n Einkaufszettel mit druntergequetscht - läuft also auch..

Montag, 5. August 2013

Ich packe meine Tasche...

Dem ein oder anderen mag meine Aversion gegen Dekadenz bereits vertraut sein. Dieses Übermaß, überhaupt der schleichende, aber doch stetig zunehmende Werteverfall in ökonomischen und ökologischen Verhaltensweisen. Nun bin ich ja auch pro "es gibt nichts Gutes, außer man tut es" und so habe ich Zeit des Studiums immer so eine kleine Wochenchallenge etabliert, die absolute Bescheidenheit mit gleichzeitig qualitativ hochwertigem und maximalem Output verbinden soll. Was zunächst wie ein Widerspruch erscheint, ist keinesfalls einer. Es ist alles eine Frage der Sonderierung, Leidenschaft und Liebe, für seine Werte zu kämpfen, nur so es auch Vorbildcharakter erlangen und vorwärts gehen. So aber was quasselt er jetzt hier schon wieder in die Weltgeschichte hinein - Tasche? Challenge? Bahnhof! Ziel ist es mit 10€, den Lebensmittelwochenbedarf zu decken, ohne dabei verzichten zu müssen. Was einst so gut geklappt hat, macht immer noch viel Freude und Inflation hin oder her, ist bisweilen auch noch nicht minder ertragreich. 
Ergebnis: 

  • 4x500g Nutella
  • 8x200g Müller Milchreis
  • 1kg deutsche Äpfel
Erstaunlich, wieviel Gegenwert so ein roter 10€-Schein doch einstweilen einlöst - zumindest mit etwas Akribie und Aufwand. Und: knapp gewonnen, ist doppelt gewonnen!