Dienstag, 13. August 2013

"Hab' ich ganz vergessen!"

"I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character" be public servants and thereby exploit the not-privileged retirees by their public pension. A crucial dream that came true today.

Das Zitat in Anlehnung an Martin Luther King ist eines der Zitate, die ich niemals aus meinem Kopf loslassen werde. Was in den Vereinigten Staaten der Kampf oder zumindest Konflikt, mindestens aber Kontrast, zwischen Weißen und Schwarzen ist, das wird in Zukunft hierzulande die Auseinandersetzung zwischen Beamten und Angestellten bzw. Pensionären und Rentnern. Warum? Weil es wie in Stein gemeißelt ist. 

Nehmen wir einmal an, in Deutschland würde eine akute Wasserknappheit herrschen, was würde der Werther über die Wasserverteilung tun? Sich selbst den Hahn abdrehen? Garantiert nicht. Er würde allen etwas weniger zugestehen, gewiss aber sich zu allerletzt. Absurd genug also, dass eine Entscheidung, die das Leben von Generationen nach uns bis zum Ersticken einschnüren kann, in den Händen derer liegt, die heute einen unfassbaren Nutzen haben. Altruismus?Nein, danke. Spass. Sehr gerne natürlich, aber nicht auf meine Kosten, bitte“. Ja, auf wessens denn? 


Schwein gehabt!
Nur mal zur Einordnung: Beamte, die ab dem gehobenen Dienst (Politiker inklusive) ohnehin zu den Top 10% Verdienern dieser Gesellschaft rechnen, sollen noch round about 70% ihres letzten Nettoeinkommens erhalten, also fast das Doppelte wie ein Angestellter. Bis zum Tode. Naja, macht bei einem Bundespräsidenten der sich mit 50+ aus dem Amt lobt bei der heutigen Lebenserwartung ja nur schlappe 40 Jahre. Begründung: Wir werden doch nicht älter bzw. ja, eigentlich schon, aber für die Beamten darf man diesbezügl. keine Anpassung vornehmen, weil das eine Erfolgsgeschichte seit dem Preußischen Kaiserreichs ist, wo nichts dran zu drehen ist. Aber ja doch, in den letzten gut 200 Jahren hat sich auch nichts in der Historie getan. Neuer Begründungsversuch: Ein Beamter muss seinen Lebensstil auch im Alter annährend beibehalten. Ja, da wird nun aber niemand wiedersprechen. Bleiben wir bei dem o.g. ominösen Ex-Bundespräsidenten, dessen Bettina kann man doch zweifelsohne nicht die Tür des teuersten Modegeschäfts in diesem Lande vor der Nase zusperren, nur weil die Pension des Gatten nicht so üppig wie das Lebensgehalt ausfällt. Dann könnte sie mit ihren besten Freundinnen nicht mehr die großzügige Kö-Runde flanieren. Das wäre aber auch ein Jammer – ausgeschlossen also. Was aber tun-Fisch Zeus? Die Götter sind besoffen. 


Spiegel-Bild
Wir wissen heute, dass eine Lawine der Schuldenflut, auch genannt als Pensionslast der Beamten, auf unseren Staatshaushalt zufließt und das gesamte Haushaltsfass dermaßen zum Überlaufen bringen wird, dass alles menschliche Leben auf deutschem Boden danach absaufen wird, weil jeder Investitionsspielraum zum Erhalte des Staats in den Pensionen heutiger Beamter und morgiger Luxuspensionäre versickern wird.Ja, aber ist das unser Problem oder mehr noch, sollen wir deswegen auf unsere zugesagten Pensionen verzichten? Hätten doch die Generationen vor uns tun können!“. Da sind sich Beamtenbund und Politik völlig eins. Na dann is doch alles im Boot zum sicheren Überlaufen verdammt. Es gibt eigentlich nur vier Konstellationen bzw. Lösungen:

1) Die Beamten stimmen für einen massiven Einschnitt ihrer Pensionen oder heben sogar den Status völlig auf. Eine Revolution. Keine Sorge, das wird nicht passieren.
2) Die EU klagt oder erlässt entsprechende Verordnungen gegen die unverantwortlichen Folgen des Beamtenstatus und der einhergehenden, allzu üppigen Pensionslasten. Ein jeder wird lachen, dass Beamtenmoloch schlechthin, die EU, soll gegen seine eigene Konstitution vorgehen, das wär als würde ein Hund seinen letzten Knochen an einen anderen Hund verschenken. Never gonna happen, either!
3) Es wird zum Bürgerkrieg zwischen Angestellten und Beamten kommen. Der stärkere möge gewinnen! Vivre l’allemagne..
Zu früh gekommen: Xmas 2013 am 22.09
4) Alles bleibt wie bisher. Der Staat wird im Schuldenchaos á la Griechenland enden – immerhin Erfahrungen und Lehren (zumindest ersteres) damit sind zwischenzeitlich bekannt. Das heißt, „haircut“ wird kommen, der Staat wird also seinen treasury-Verpflichtungen nicht nachkommen können, was wiederum am stärksten die angestellten Sparer trifft, weil die im Gegensatz zu Pensionären heute schon wissen, dass ihre Rentenlücke so groß ist, dass sie mit Kapitalanlagen vorsorgen müssen. Das heißt, ein weiterer Verstärker der Problematik, wie eine Pest, die sich immer weiter Land auf, Land ab unter dem größeren Teil der Bevölkerung ausbreitet und dabei ist, diese finanziell der Guillotine zu unterwerfen. Apokalypse, ahoi!

Kommentare:

  1. Du bist also ein Zwillingskind? ;) Finde ich wirklich cool. Ich wünschte auch oft, ich hätte Geschwister! Ich glaube, die Serie läuft auf dem Disney Channel, allerdings habe ich sie durch das Internet entdeckt und verfolgt. Ich schaue nur selten fern. :)

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  2. Nummer drei möglicher Lösungen finde ich ja interessant :D
    Vielleicht solltest du auch einfach Beamter werden, dass wäre dann zumindest eine Lösung für dich.

    Du magst also keine Blaubeermuffins? Das ist traurig. Ich mag auch keine Erdbeeren, im GEgensatz zu praktisch allen anderen.
    Verrätst du mir wie ich meine Posts öffneltich teilen kann? Und vielen DAnk dass du mich darauf hingewiesen hast.

    Was genau gefällt dir am Gerneationenmanifest nicht?
    Ich finde es sehr gut, dass du darauf achtetst wie du lebst und was du lebst. Bin selbst Vegetarierin.

    Während du Kim jong un belustigend findest bin ich der Meinung, dass er die Macht und die Dummheit besitzt einen weiteren Krieg auszulösen und wenn dabei Atomwaffen zum Einsatz kommen sollten, wird das über kurz oder lang auch uns betreffen.

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  3. Ja ich empfinde noch etwas für sie, aber nur insofern, dass ich ohne sie nur noch aus Angst bestehe und daher auch so sehr Angst habe, sie loszulassen. Was genau meinst du mit 'oder deine Psychologin ist das Problem'?

    Hoffnung ist schonmal ein guter Anfang, und ich werde diesen Schritt irgendwann tun. Aber ich weiß noch nicht wie.

    Ich begründe ja nicht das Hungern an sich mit dem fehlenden Eingreifen. Am Anfang war ICH das, ich habe mir das angetan und WOLLTE hungern. Aber ab einem gewissen Punkt will man es nicht mehr, und kommt trotzdem nicht mehr daraus. Dann hungert man nicht mehr, man VERHUNGERT. Und wer zusieht, naja, unterstützt den Tot auf Raten. Jedoch ist es bei mir ja garnicht mehr so extrem, dass ich in Lebensgefahr oder so schwebe, also erwarte ich nichts Weiteres von meinem Vater, als ein bisschen Unterstützung. Denn du hast Recht, ICH muss die Notbremse ziehen und den Sieg schaffen.

    Also soll ich MICH, nicht das Ich+Magersucht, erwecken? Wie? Gut, selbst wenn ich eine Klinik gehe, ich kann da nicht ruhig reingehen und mich voll auf mich konzentrieren. Ich habe so viel anderes, was wichtiger ist. Schule, vorallem jetzt wo es ernst wird. Ich KANN da einfach nicht rein. Ich brauche einen Weg, ohne Klinik, aber auch ohne abwarten und auf Hilfe hoffen. Ich will nicht länger auf dem Boden liegen. Aber ich weiß einfach nicht, wie ich aufstehen soll, wie ich den Spieß umdrehe und wieder die Kontrolle über mich bekomme.

    Tut mir leid für die lange Antwort.

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